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 Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold

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Patience
Rat der Ehrengarde
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BeitragThema: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Di Feb 28, 2012 8:29 am

Teil 1:

Ein Müller war ich, strebsam und rein,
Leopold brach mich, es musste wohl sein.

Oh, weißer Rabe Leopold,
Das Glück war mir nicht länger hold.
Strampelnd und zappelnd im zerstoßenen Schrot,
Fand ich dein Antlitz, weiß wie der Tod.

Der Tod, ein Rabe? Ich lachte Ihn aus.
Doch will ich dir helfen, hinaus, hinaus!
Ich schlug und jagte des Raben Bein,
Doch was war das, in angstvoller Pein?

Tobend und flatternd, in panischer Hast,
Sprach der Rabe von meiner größten Last.
Welch steter Schmerz ist meines Herzens Gast,
Seit meiner Liebsten ewigen Rast...

Die Stätte im Schwarzforst, da sollt es geschehen,
Vereint mit meiner Liebsten, ihr werdet schon sehen.
So dunkel die Nacht, so finster der Plan,
Schweigt nun Verstand und jedwede Scham.

Leopold rief und ich folgte blind.
Der Weg zu vertraut und ich kam geschwind.
Geschwind, geschwind, so hetzte er noch,
Ihr seht es doch kommen, mein klaffendes Loch?

Im Sumpfe begraben und doch nicht allein,
Im Tode zusammen, meine Handel sollt sein.


Oh, weißer Rabe Leopold,
Das Glück war mir nicht länger hold.
Du hast mich beraubt und ich hab vertraut.
Du hast nicht gelogen und trotzdem betrogen.
Du bist des Mannes schlimmste Mähr,
Denn bald ist dein Magen wieder leer.

(Arothir Bodega)

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Patience
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BeitragThema: Re: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Di Feb 28, 2012 8:30 am

Teil 2:

Ich wandert‘ allein, auf Straßen so dunkel,
Da hört‘ ich im Nebel ein leises Gemunkel:

„Einen einzigen Wunsch nur erfüll ich dir!“
So lockte mich das listige Tier.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ist mir das Glück nun endlich hold?“

„Ein Wunsch nur, ein einziger, bedenke ihn gut,
Doch sprich nun Wanderer, oder fehlt dir der Mut?“

„Ach schenk mir nur einen Tag deine Gabe,
Nur einmal möchte ich sein wie ein Rabe.“

„Einmal nur frei wie ein Vogel sein!“
Leopold nickte und lachte gemein.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ist mir das Glück nun wirklich hold?“

„Siehst du im Süden das ferne Licht?“
Leopold fragte und ich zögerte nicht.

„Dort findest du, was du dir erträumst,
Doch eile dich nun, bevor du’s versäumst.“

„Nach Süden, nach Süden!“ So folgte ich bald,
Leopold hinaus aus dem Wald.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Das Glück ist mir nun endlich hold!“

Ohne zu zögern folgt‘ ich geschwind,
Wie konnte ich nur? Ich war so blind …

Nur wenige Schritte noch bis zum Licht,
Unter mir rauscht schon die eisige Gischt.

Ein Schritt noch … ich fliege … und stürze ins Nichts …
Über mir schwindet der Schimmer des Lichts.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Das Glück ist mir nun nicht mehr hold!“

Um mich herum das Wasser so kalt,
Ach wär ich geblieben doch fern dem Wald.

Nun lieg ich hier im nassen Grab,
Weil Leopold mein Vertrauen ich gab.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Das Glück ist mir nun nie mehr hold!“

(Lucrezia Patience di Avona)
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Patience
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BeitragThema: Re: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Di Feb 28, 2012 8:31 am

Teil 3:

Von Norden kommt ein Schiff aus der Ferne,
Hoch über ihm funkeln einzig die Sterne.

Sie führen es sicher zum Hafen bald,
Doch schon steigt der Nebel herauf aus dem Wald.

Er legt sich auf Bäume, Häuser und Steine,
Bedeckt das Leben und alte Gebeine.

Erreicht das Meer und es wird still,
Ganz so wie Leopold es will.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Das Glück war uns so lange hold.“

Nichts ist zu sehen, kein einziges Licht,
Da tönt ein Flüstern herauf aus der Gischt.

„Folgt mir nur, ich kenn den Weg gut!“
Im Herzen der Männer entflammt neuer Mut.

Das Schiff wird gewendet, die Mannschaft folgt blind,
Der lockenden, fordernden Stimme im Wind.

„Nur weiter, nur weiter!“ Lockt Leopold dort,
Die Seeleute aus der Sicherheit fort.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Dank dir ist uns das Glück doch hold.“

„War dort in der Ferne nicht eben ein Schimmer?“
„Heult nur der Wind? Oder ist es Gewimmer?“

Den Seeleuten sinkt bald jedweder Mut,
Aus Leopolds Stimme tönt kalte Wut.

„Schweigt nun ihr Narren, seid endlich still,
Ihr findet das Land, wenn ich es so will!“

Die Männer sie segeln mit Ängsten und Sorgen,
Doch hoffen sie noch „Bald sind wir geborgen.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ist uns das Glück bald wieder hold?“

Der Nebel bricht auf, der Himmel wird klar,
Doch scheint nichts mehr so wie es war.

Umgeben von Felsen, gefangen im Riff,
Zerschellt das einst so stolze Schiff.

Die Wellen verschlingen das schwindende Leben,
Als hätt‘ es die Männer niemals gegeben.

Die See wird still und weithin hallt,
Leopolds Lachen auf dem Weg zum Wald.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Das Glück wird uns nie wieder hold.“


Zuletzt von Patience am Sa Apr 05, 2014 5:00 am bearbeitet; insgesamt 2-mal bearbeitet
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Patience
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BeitragThema: Re: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Di Feb 28, 2012 8:31 am

Teil 4:

Zum Schwarzforst wandert ein Handelszug,
So mancher schon hörte vom dortigen Spuk.
Noch lachen und spotten die Männer heiter,
Sie sind sich sicher „Bald ziehen wir weiter.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Auch du verdirbst uns nicht das Gold.“

Es dämmert der Abend, alles legt sich zur Ruh,
Die Händler im Lager sie schlafen im Nu.
Nur ein Mann liegt wach, wälzt sich unruhig umher,
Auf ihm lasten Geldsorgen ach so schwer.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Wo soll ich noch nehmen her das Gold?“

Da lockt eine Stimme aus der finsteren Nacht,
„He Fremder dort, gebt gut jetzt acht!“
„Sagt habt ihr gehört schon vom König der Nacht,
Der einst sein Leben hier hat verbracht?“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Der König hat gewiss doch Gold!“

„Doch kamen Feinde, und trieben ihn bald,
Zur Glutsteinmine, hinfort aus dem Wald.“
„Von Jägern getrieben, in wilder Hatz,
versteckte er dort seinen größten Schatz!“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ich hole mir des Königs Gold!“

Der Händler springt auf, kleidet an sich schnell,
In wenigen Stunden schon wird es hell.
Er sieht sich um, ob niemand erwacht,
Verschwindet allein im Dunkel der Nacht.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Nicht weit mehr ist der Weg zum Gold.“

„Dort ist schon der Eingang, das Gold ist schon nah,
Nur wenige Schritte noch und ich bin da!“
Er geht hastig weiter, entfernt sich vom Licht,
Das Heulen im Innern, das hört er nicht.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Nur wenige Schritte noch bis zum Gold.“


Das Heulen wird lauter, der Händler steht stumm,
Sieht ängstlich in der Höhle sich um.
Umgeben von Wölfen, die Flucht ihm versperrt,
Erkennt er des Ratschlags wahren Wert.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Du hast versprochen mir Silber und Gold!“

Nicht Gold, nicht Silber hat er ihm gebracht,
Ein letzter Schrei noch hallt durch die Nacht.
Nie mehr werden Sorgen sein Herz quälen schwer,
Sein Platz im Zug bleibt von nun an leer.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Der größte Schatz ist doch kein Gold.“

(Lucrezia Patience di Avona)
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Patience
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BeitragThema: Re: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Di Feb 28, 2012 8:32 am

Teil 5:

Hoch auf der Klippe über tosendem Meer,
Wartet ein Mädchen mit Sorgen gar schwer.

„Wo bist du mein Liebster, du gabst mir dein Wort,
Und doch bist du nun so lange schon fort.“

Sie seufzt: „Ich muss warten, bald kommst du zu mir,
Schon bald wird es heißen: Für immer nur wir.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
An meinem Finger sein Versprechen aus Gold.“

Leopold lauscht und erdenkt einen Plan,
Die Lieb‘ zu zerstören in seinem Wahn.

So wispert er leise „He Mädchen hör zu,
Vielleicht fand er längst seine ewige Ruh?“

„Oder will dich nicht mehr, er kommt nicht zurück,
Mit ihm wirst du niemals mehr finden dein Glück“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Sieh doch sein Versprechen aus blankem Gold.“

„Ach Mädchen, träum nicht, er liebt dich nicht mehr,
Mach dir das Leben doch nicht gar so schwer.“

„Ich kann nicht, ich lieb‘ ihn, ich brauche ihn hier!
Es wird wieder heißen: Nicht ich sondern wir.“

Leopold hetzt: „Er kommt nicht zurück,
Eine And’re ist längst schon sein ganzes Glück.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ist’s nur eine Lüge aus blankem Gold?“

„Zieh weiter Mädchen, geh von hier fort,
Suche dein Glück rasch an anderem Ort.“

Schluchzend und weinend sieht sie auf’s Meer:
„Ach Leopold, aber es fällt mir so schwer.“

„Du musst dich lösen, lass alles zurück!
Erst dann kannst du finden dein wahres Glück.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
So behalt du die Lüge aus blankem Gold.“

So zieht sie von dannen, sieht nicht mehr zurück,
Zerbricht ihre Hoffnung auf wirkliches Glück.

Denn in der Ferne, noch winzig klein,
Nähern sich Schiffe im Mondenschein.

Im Morgengrauen legen sie an,
Mit ihnen ein liebender, junger Mann.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Bald bin ich bei meiner Liebsten hold.“

Er eilt zu der Klippe hoch über dem Meer,
Doch findet den Ort ihrer Liebe er leer.

Er setzt sich und wartet: „Sie kommt sicher bald.“
Doch es kommt nur ein And’rer aus finsterem Wald.

Leopold hassend und blind vor Wahn,
Sagt sich: „Hier erfüllt sich mein düsterer Plan.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Hast du gesehen meine Liebste hold?“

„Oh ja, ich sah sie sehr oft wohl hier steh’n,
Ihre Locken im rauschenden Winde weh’n.

„Wo ist sie? Du weißt es, so sage es mir!
Für immer wird’s heißen: Für immer nur wir!“

„Wie soll ich’s Euch sagen, eure Liebste sie starb,
Trug dies hier am Finger bis zu ihrem Grab.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ich gab mein Versprechen in blankem Gold.“

Er bricht zusammen: „Warum nur? Warum?“
„Der Kummer, mein Junge, der brachte sie um.“

„Wie konnte ich nur, ich ließ sie allein,
Ach könnte ich nur wieder bei ihr sein.“

„Das könnt Ihr mein Junge, sie wartet im Licht.“
Spricht Leopold mit einem Blick auf die Gischt.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Für immer bei meiner Liebsten hold.“

So tritt er vor, sieht herab auf das Meer,
Getrieben von seinem Herzen so schwer.

„Liebste ich komme, bald bin ich bei dir,
Dann heißt es wirklich für immer: nur wir!“

Noch einen Schritt, mit letztem Mut
Stürzt er herab in die tödliche Flut.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Wo ist nun meine Liebste hold?“

Leopold lacht nur: „Für immer allein,
Nie mehr: Nur wir, so wird es sein!“

Mit diesen Worten erhebt er sich bald,
kehrt zufrieden zurück in den finsteren Wald.

So starb eine Liebe, und übrig blieb,
Nur Einsamkeit und ein lachender Dieb.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Geblieben ist einzig der Ring aus Gold.“

(Lucrezia Patience di Avona)
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BeitragThema: Re: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Do Sep 20, 2012 10:12 pm

Teil 6:

In einem Häuschen am Rande des Wald,
Lebte ein Weiser in alter Gestalt.

Sein Wissen zu mehren und weiter zu geben,
War stets diesem Manne das erste Bestreben.

So nahm er bald einen Lehrling auf,
Und das Unheil damit seinen Lauf.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Er hat doch Gutes nur gewollt.“

Tagein tagaus der Knabe sitzt,
Und über Zauberformeln schwitzt.

Mit jedem Tag ihm sinkt der Mut,
und in seinem Inneren glimmt leise Wut.

„Nie darf ich zaubern, stets sagt er NEIN,
Wie soll ich so wohl ein Magier sein?“

„Oh weißer Rabe Leopold,
So hab ich’s sicher nicht gewollt.“

Als nachts der Knabe im Bette ruht,
Entflammt in ihm von neuem Wut:

„Ich kann es längst, ich weiß es genau!“
Da antwortet Leopold listig und schlau:

„Ganz recht armer Lehrling, er hält dich klein,
Solltest nicht du längst der Meister sein?“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ja das ist es, was ich gewollt!“

Stunden vergehen, der Morgen bricht an,
Der Knabe fragt klagend: „Wann Meister, wann?“

Der Meister seufzt müde: „Warum fragst du bloß?
Ist denn deine Ungeduld gar so groß?“

„Ich will dich nicht quälen, ich weiß du hast Mut,
Doch erst musst du zügeln deine innere Glut.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ich weiß ja längst was er gewollt.“

„Versteh doch, einst wirst du ein Meister sein,
Doch heute ist meine Antwort: NEIN!“

Wütend zieht sich der Knabe zurück:
„Warte nur Alter, ich finde mein Glück!“

Sein Meister murmelt: „Er wird’s schon begreifen,
Wenn er wird von Knaben zum Manne reifen.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Er wird versteh’n was ich gewollt.“

Doch in diesem Moment der kindlichen Wut,
Entfacht Leopold wieder die schlafende Glut:

„Sieh es doch ein, er hält dich zurück!
Willst du nicht endlich finden dein Glück?“

„Tu es doch endlich, erprob deine Macht,
Tu es noch heute, in dieser Nacht!“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Nur du verstehst was ich gewollt.“

Als wenig später die Nacht bricht herein,
Öffnet der Knabe im Kerzenschein,

Des Meisters streng verbotenes Buch,
Und murmelt leise den feurigen Fluch.

Noch zögernd, doch wachsend entfacht sich ein Feuer,
Erleuchtet mit Wärme das dunkle Gemäuer.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Nun hab ich das was ich gewollt!“

Das Feuer brennt weiter, erfasst den Raum,
Das Haus wird im nu zum schlimmsten Alptraum.

Flucht ist unmöglich, jeder Ausweg verstellt,
Ein kläglicher Schrei noch durch die Nacht gellt.

Von Flamme umgeben in feurigem Rot,
Finden Lehrling und Meister ihren grausigen Tod.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Hätt‘ er doch getan, was der Meister gewollt.“

(Lucrezia Patience di Avona)
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BeitragThema: Re: Der weiße Rabe von Gilneas oder die Legende von Leopold   Fr Jun 06, 2014 5:45 am

Teil 7:

Nach einem langen, schweren Leben,
Hat sich ein Greis zur Ruh begeben.

Als er im Reich der Träume weilt,
Der listige Rabe zu ihm eilt.

Leopold flüstert: „Deine Zeit ist gekommen,
Noch heute wird dir das Leben genommen!“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Noch so vieles hätt‘ ich im Leben gewollt!“

Der Alte ruft flehend: „In bin nicht bereit,
Oh bitte, so gib mir doch noch etwas Zeit!“

Leopold zögert und erwidert dann leise,
Auf seine eigene listige Weise:

„Du hast gut gelebt, so nimm hier zum Dank,
Von mir diesen einzigartigen Trank.“

„Er wird dir, was du dir wünschst schon bald geben,
Er schenkt dir ein neues, besseres Leben.“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Du bist mir heute wahrhaft hold!“

So trinkt der Mann mutig und ohne Scheu,
Das ihm so dargebot’ne Gebräu.

Als ihm das Gift im Hals dann brennt,
Er Leopolds Lüge schließlich erkennt.

Er fällt zu Boden, im Todeskampf,
Schüttelt ihn noch ein letzter Krampf.

„Oh weißer Rabe Leopold,
Ich hab doch nur etwas Leben gewollt!“

Man hüllt ihn in Tücher, begräbt ihn bald,
Auf dem düsteren Friedhof in Leopolds Wald.

Tief in der Nacht, da hört man ein Scharren,
Und unter lautem Ächzen und Knarren,

Aus dem frischen Grab der Mann sich erhebt,
Als Leiche, die nun wieder lebt.

Leopold ruft: „Nun ist es soweit,
Jetzt hast du für immer und ewig Zeit!“

„Oh weißer Rabe Leopold,
Wie konnt‘ ich nur glauben, du wärst mir hold …“
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